„Die Tourismusstrategie Sachsen 2025 eröffnet die Chance, unser Land weiter touristisch zu entwickeln - ökonomisch, regional und zukunftsorientiert“, sagt Wirtschaftsminister Martin Dulig. „Im Mittelpunkt steht die nachhaltige Stärkung des Wirtschaftsfaktors Tourismus, damit Sachsen zukünftig weiter an touristischer Schlagkraft gewinnt.“
Mit der Konzentration auf fünf zentrale Handlungsfelder thematisiert dieStaatsregierung die wichtigsten Herausforderungen für den TourismusIn Sachsen in den nächsten Jahren. Vor allem im Bereich des Übernachtungstourismus sieht sie für den Zeitraum bis 2025 noch Wachstumschancen. Dabei geht es nicht darum, das Gästeaufkommen um jeden Preis zu steigern. Stattdessen soll der sächsische Tourismus weiterhin marktgerechte Qualität bieten und diese ausbauen. Als Messlatte wurden Kennziffern mit Entwicklungszielen für das Jahr 2025 festgelegt. Digitalisierung und Internationalisierung sollen künftig weitervorangetrieben werden - ebenso wie Innovation, Mobilität, Inklusion und Barrierefreiheit.
Das erste Handlungsfeld befasst sich mit der Stärkung derWettbewerbsfähigkeit der mittelständisch geprägten Tourismuswirtschaft. Im Vordergrund stehen Maßnahmen zur Fachkräftesicherung, Qualitätssteigerung sowie Qualifizierung.
Im zweiten Handlungsfeld werden Maßnahmen definiert, um die Wettbewerbsfähigkeit der sächsischen Destinationen (= Reiseregionen) erhöhen. Die sieben sächsischen Destinationen und ihre Managementorganisationen sind wesentliche Bausteine in derTourismusstrategie.
Die touristische Infrastruktur ist Thema des dritten Handlungsfeldes.„Die Weiterentwicklung der touristischen Infrastruktur braucht landesweit eine stärkere Koordinierung. Ich denke hier an Rad- und Wanderwege, Mountainbike-Strecken, Kur- und Wellnessangebote. Nicht zuletzt für die sächsischen Wintersportorte stellt sich die Frage, wie man sich langfristig auf den Klimawandel einstellt“, so Dulig. „Ich bin davon überzeugt: Nachhaltigkeit muss flächendeckend zur Strategie in Sachsen werden. Nur ein nachhaltiger Tourismus schafft nachhaltige Entwicklung,die durch uns Rückendeckung erfährt.“ Ziel ist es unter anderem, Sachsen perspektivisch zu einer der führenden Rad- und Mountainbike-Destinationen zu entwickeln. Auch sollen Sachsens Kur- und Erholungsort ein ihrer Entwicklung durch eine Grundlagenstudie zur zukünftigenProfilierung unterstützt werden.
Um die Bekanntheit Sachsens als Reiseziel zu steigern, steht im vierten Handlungsfeld die Optimierung des Tourismusmarketings im Vordergrund. Deutschland ist mit einem Anteil von fast 90% an allen Gästen der Quellmarkt Nr. 1 für Sachsen. Der größte Anteil der ausländischen Gäste besucht die Städte Dresden und Leipzig. Die Anzahl der Gäste, die sich auch für die anderen Destinationen begeistert, soll größer werden. Als bisher zweites Bundesland wird sich Sachsen daher unter anderem 2021als offizielles Partnerland der Internationalen Tourismus-Börse Berlin, der weltgrößten Tourismusmesse, präsentieren.
Das fünfte Handlungsfeld befasst sich mit der Tourismusförderung. Der Tourismus ist in Sachsen mit einem Jahresbruttoumsatz von 7,8Milliarden Euro eine unverzichtbare Wirtschaftsgröße, die auch zukünftig der verlässlichen Unterstützung der öffentlichen Hand bedarf. Ziel der Staatsregierung ist es aber, die touristischen Förderprogramme besser zu koordinieren und auf erfolgsversprechende Maßnahmen zu konzentrieren.
„Die Staatsregierung möchte mit der Tourismusstrategie Sachsen 2025 denTourismus im Land stärken und zukunftsorientiert entwickeln, sie möchte zur Veränderung motivieren“, fasst Minister Dulig den Anspruch zusammen.„Das geht nur gemeinsam! Es sind die touristischen Akteure, welche dieStrategie gemeinsam mit den verbundenen Branchen und Bereichen mit Leben füllen und zum Erfolg führen.“