Ferienregionen in Deutschland können vom Wachstum des Incoming-Tourismus im ersten Halbjahr 2018 besonders stark profitieren. Das belegen die jetzt vorliegenden detaillierten Übernachtungszahlen des Statistischen Bundesamtes. Demnach stieg die Zahl internationaler Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben mit mindestens zehn Betten von Januar bis Juni auf 38,6 Millionen, 4,5 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Prozentual stieg das Incoming am stärksten in Brandenburg (plus 13 Prozent), Sachsen (plus zwölf Prozent), Bayern und Mecklenburg - Vorpommern (plus acht Prozent) sowie Schleswig-Holstein und Hessen (plus sieben Prozent). „Sommerlich-sonniges Wetter bereits in der bei Kurzurlaubern beliebten Vorsaison hat der wachsenden Beliebtheit Deutschlands als Urlaubsziel zusätzliche Impulse gegeben. Das stärkt besonders die Incoming-Bilanz der Flächenländer im Norden und Osten Deutschlands“, erläutert dazu Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstandes der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT).
Mehr als 60 Prozent der 1,7 Millionen zusätzlichen Ausländerübernachtungen im ersten Halbjahr kommen aus den europäischen Ländern. Die Niederlande als wichtigster Quellmarkt für das deutsche Incoming kehren mit einem Plus von 1,8 Prozent in den ersten sechs Monaten des Jahres wieder auf den Wachstumspfad zurück. Die höchsten Zuwachsraten realisieren Polen (plus 13,3 Prozent), die Tschechische Republik (plus 11,9 Prozent) und Rumänien (plus 11,5 Prozent). Überdurchschnittlich performen auch Großbritannien (plus 5,7 Prozent) und Russland (plus 5,9 Prozent).
Aus den interkontinentalen Märkten wird im ersten Halbjahr ein signifikantes Wachstum von 5,1 Prozent auf 9,5 Millionen Übernachtungen registriert. Die USA bauen ihre Position als wichtigster interkontinentaler Quellmarkt für Deutschland mit einem weiteren Zuwachs von fünf Prozent weiter aus. Die Region Asien/Australien/Südafrika trägt in den ersten sechs Monaten 2018 mehr als 5,3 Millionen Übernachtungen zum deutschen Incoming-Tourismus bei. Insbesondere Chinesen setzen mit 1,3 Millionen Übernachtungen (plus 5,1 Prozent) deutliche Akzente und stabilisieren ihre Position unter den TOP 10 für das Incoming im Reiseland Deutschland. Die Arabischen Golfstaaten melden sich mit einem kumulierten Plus von 4,4 Prozent im ersten Halbjahr eindrucksvoll auf der Liste wichtiger Incoming-Märkte zurück.
Quelle: Deutsche Zentrale für Tourismus